Flächenbrand und Sturm
haben auf dieser Obstwiese ihre Spuren hinterlassen.
Am 31. Juli 2019 löste ein Funkenschlag im Mähdrescher einen Flächenbrand aus, der die Obstwiese überrollte. Die Bäume verloren darauf ihr komplettes Laub.
Wochenlang habe ich meist zweimal täglich 700 Liter Wasser hinausgefahren, damit sie überleben und wenige Wochen später wieder neu ausgetrieben. Insbesondere die Bäume auf der Westseite haben jedoch schwere Rindenschäden davongetragen. Wenn man sich die Äste aufmerksam anschaut, sieht man die vertrocknete Rinde, auch wenn sie Laub tragen.
Nächsten Winter werden diese Bäume geschnitten. Damit werden wir in 2-3 Jahren sehen, wie die Bäume darauf reagieren und ob somit ein kompletter Austausch der geschädigten Äste gelingen kann. Das wird allerdings ein Projekt über locker 8 Jahre.
Warum das nicht der Verursacher, bzw. ein Lohnunternehmen auf dessen Kosten machen mußte? Ganz einfach: Der Eigentümer dieser Obstwiese, die Stadt Langen, kümmert sich schon viele Jahre nicht mehr um diese Grundstücke. Es wird keine Baumpflege durchgeführt, es wird nicht gemulcht, es werden keine Sturmschäden beseitigt, ... Die Stadt Langen hat vor der Jahrtausendwende hier in der Gegend viele Obstwiesen als Ausgleichsflächen bekommen. Für die Nordumgehung und den Flughafenausbau, d.h. fertig angelegt und dann im Grundbuch überschrieben mit entsprechender Klausel. Einzige Bedingung: Sie müssen gepflegt werden. Das muß sie aber nicht einmal aus eigener Tasche mache, sondern dafür gibt es wiederum Fördermittel. Das ist aber ein anderes Kapitel auf einer anderen Tafel.
Und zu allem kamen noch der zerstörerische Fallwind am 18. August 2019, der kerngesunde Bäume entwurzelt hatte. Am Morgen hatte ich noch die ersten neuen Triebe entdeckt und mich darüber gefreut, weil die Arbeit von fast drei Wochen nicht umsonst war. Und dann wurden einige dieser Bäume einfach umgehauen.