Bestäubung
Honigbiene, Wildbiene, Blüte, Wetter ... alles muß zusammenspielen
Die putzigen Mauerbienchen
In den grauen Kisten habe ich Kokons von gehörnten Mauerbienen ausgesetzt. Das sind Wildbienen, die Einzelgänger sind und keinen Staat bilden, wie die Honigbienen. Daher haben die kleinen putzigen Gesellen mit dem weißen Bart auch sehr wenig Drang zum Stechen. Da gibt es nichts zu verteidigen.
Die Wildbienen stehen generell unter Artenschutz, weil ihre natürlichen Lebensräume immer mehr eingeschränkt werden. Nur wenige Betriebe in Deutschland dürfen sie gewerblich vertreiben. Mein Grundstock ist aus so einem Betrieb.
Aber unterstützen darf sie jeder! Ein Bienenhotel ist leicht aufgestellt. Ich benutze diese Nistblöcke, weil ich ihnen damit das Schlüpfen im nächsten Jahr vereinfache. Die Bretter des Nistblocks werden einfach vereinzelt und somit kann auch die hinterste Biene in Minutenschnelle in die Freiheit.
Sie fliegen bei deutlich niedrigeren Temperaturen als die Honigbienen und sind Chaosbestäuber. Fliegen ohne System von Baum zu Baum und bringen somit eine große Vermischung der Pollen zustande. Und weil sie nicht mit Nektarsammeln beschäftigt sind, bestäuben sie deutlich mehr, als eine Honigbiene.
Aber ihr Schicksal ist dem einer Honigbiene gleich. Nach ca. 6 Wochen Pollensammeln, um die Bruthöhlen anzulegen, sterben sie. Zurück bleiben, je nach Art, 3-7 Nachkommen, die sich bis September zur fertigen Biene entwickeln und dann auf das nächste Frühjahr warten.