Schlangenalarm
OK, kein Grund zur Panik, war vermutlich nur eine Natter, die sich von mir im Juni gestört fühlte. Ist schon die zweite, die ich hier gesehen habe. Ansonsten sieht man eher Blindschleichen, die aber eben Schleichen und keine Schlangen sind. Wobei die ich hier noch nicht gesehen habe. Die kommen auf einer meiner Obstwiesen im Süden von Langen häufiger vor.
Hoppelhäschen
Das Mähen der Wiesen ist nicht ungefährlich für die Tiere. Die Jungen pressen sich nämlich lieber auf den Boden und rühren sich nicht, um nicht entdeckt zu werden. Das kostet bei Mahd und Mulchen mit großen Traktoren viele Tierleben. Gibt es bei mir nicht. Ich sehe, was direkt vor meinem Mäher passiert. In dem Fall hatte mich aber Sammy auf die kleinen Kerle hingewiesen. Er war ein paar Meter vor mir, schnuffelte interessiert im hohen Gras und zuckte auf einmal zurück. Ich dachte schon, er hätte sich mit einer Kung-Fu-Maus angelegt oder besser die sich mit Sammy. Waren aber nur die kleinen Kerle. War noch ein Dritter, der ist aber vor mir weggehoppelt.
Also was macht man in so einem Fall? Einfach eine Insel stehen lassen und außen herum mähen.
Was sind Zauneidechsen?
Eben kleine Eidechsen, die ich auf sämtlichen Obstwiesen in Langen finde. Meist sehe ich nur die braun, nur ganz selten die wunderschönen grün gefärbten. Und meist sind sie nicht länger als 15cm. Sie können aber bis zu 24cm lang werden.
Bei mehr Interesse einfach im Internet schmökern und beim Bedarf einmal eine live zu sehen, viel Geduld mitbringen. Ich sehe sie immer nur, wenn ich mit meinem Mäher über die Wiesen zuckele und sie vor meinen Füßen im Boden verschwinden.
Die oben aufgeführte Schrift ist sehr empfehlenswert! https://www.dght.de/files/web/tier_des_jahres/2020/Zauneidechsen_Broschüre_Web.pdf
Eine Zauneidechsenhaftanstalt
ist hier zu bewundern.
Zur Beruhigung des ökologischen Gewissens verlangt der Gesetzgeber Ausgleichsmassnahmen für große Bauvorhaben. Hier ist der größte Ausgleich für das Neubaugebiet im Nordend. Auf wertvollem Ackerland wurden rund 100 Tonnen Basalt vergraben und Birnbäume gepflanzt, deren Früchte verfaulen werden, weil dafür in der Gegend kein Abnehmer ist.
Wer aufmerksam über die Obstwiesen geht, findet die Zauneidechsen überall. Sie leben in alten Mäusegängen. Beim Mähen kann man wunderbar sehen, wie sie … schwuppdiwupp … im Boden verschwinden.
Vier markante Greifvögel zu Gast
Der Turmfalke, gut zu erkennen, wenn er mit schnellem, kurzen Flügelschlag in der Luft steht und seine Beute fixiert, bevor er zum Sturzflug ansetzt.
Der Mäusebussard mit seiner imposanten Spannweite, der hier gerne seine Kreise zieht, wenn man Glück hat nur 15m über einem. Sitzt gerne in den Obstbäumen bis man sich auf unter 20m nähert.
Der Rotmilan kennt leider schon die Rote Liste der gefährdeten Brutvögel. Insofern kann man sich freuen, wenn er immer wieder von weiter her kommt und den Mäusebussarden Gesellschaft leistet. Auch er hat eine imposante Spannweite, wie die Mäusebussarde. Unterscheiden kann man sie ganz einfach am Schwanz. Der Mäsuebussard hat ein abgerundetes Ende, der Rotmilan ein V-förmiges.